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Im Juni diesen Jahres konnten wir in Kapsowar, Marakwet District in Kenia mit dem Bau eines Förderzentrums für blinde und sehbehinderte
Schüler/innen beginnen.
In dieser ländlichen Region mit größtenteils sehr armer Bevölkerung ist die Zahl der sehgeschädigten Menschen hoch (unzureichende
ärztliche Versorgung, schlechte hygienische Verhältnisse,...), gleichzeitig ist die Akzeptanz von betroffenen Menschen aber gering. Es besteht kaum Bewusstsein, dass es auch für diese Kinder Bildungsmöglichkeiten
geben muss und auch gibt.
Die wenigen der blinden und sehbehinderten Kinder, die dennoch eine Schule besuchen, sollten mit Materialien des Nachbardistrikts
versorgt werden. Doch die Betreuung ist aufgrund der großen Entfernung von über 70 km unzureichend bzw. nicht möglich. Deshalb haben die betroffenen Lehrer/innen, Eltern und Kinder um Hilfe für den Bau eines eigenen
Förderzentrums für ihren District gebeten. Das Gebäude mit Klassenraum, Lehrerarbeitsplatz und Materialraum wird auf dem Gelände der Grundschule in Kapsowar errichtet. Es wird auch mit Materialien wie
Punktschriftmaschinen, Kopierer für Punktschrift, Computer mit Sprachausgabe u.ä. ausgestattet. Die Schüler/innen der Schule in Kapsowar oder einer anderen Schule des Districts können hier Materialien entleihen. In
speziellem Unterricht erlernen sie von den bereits jetzt schon tätigen Fachkräften den Umgang damit, um dem Regelschulunterricht folgen zu können. Die Lehrer/innen können den Raum und die Geräte außerdem nutzen, um
Unterrichtsmaterial wie vergrößerte Texte oder tastbare Abbildungen für ihre Schüler/innen herzustellen.
Wir arbeiten wieder mit unseren kenianischen Partnern Salus Oculi Kenya zusammen, die die Verantwortung für die zweckgetreue
Projektdurchführung in Kenia übernehmen.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 34.000 €. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (BMZ) finanziert ¾ der Projektsumme, ¼ wird von Ananse e.V. getragen.
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