Am 24. Mai 2025 wurde an der Eichendorffschule in Bielefeld groß gefeiert. Die Schule beging ihren 125. Geburtstag. Im Jahr 1900 wurden an der neugegründeten Schule zu Sudbrack erstmals Kinder unterrichtet. Zu der Zeit wurden noch 350 Kinder von 3 Lehrern unterrichtet, heute unvorstellbar, aber damals in der Kaiserzeit weit verbreitet. Im Zuge der Neuordnung des Volksschulwesens wurde die Eichendorffschule 1968 als Gemeinschaftsschule eingerichtet und bezog das jetzige Gebäude. Den Namen erhielt sie nach dem berühmten Schriftsteller der Romantik Joseph Freiherr von Eichendorff. Die Gesamtanlage hat sich seit der Gründung immer wieder verändert. Mehrere Umbauten und Erweiterungen, Neugestaltungen innen wie außen zeigen heute eine moderne, fortschrittliche Grundschule, in der etwa 300 Kinder von ungefähr 30 Lehrpersonen unterrichtet werden. So bunt und vielfältig wie die Gesellschaft ist auch die heutige Schulgemeinde. Das besondere an der Schule ist, dass hier seit über 35 Jahren inklusiv beschult wird. Die Eichendorffschule war die erste Grundschule in Ostwestfalen, in der das Gemeinsame Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Förderbedarfen möglich war.
Zu dem Verein Ananse besteht seit vielen Jahren eine enge, inhaltliche Verbundenheit, weil der Verein auch Menschen mit Beeinträchtigungen (special needs) in Ghana und Kenia unterstützt. Auf der Suche nach einem festen Projektpartner hat die Eichendorffschule vor einigen Jahren beschlossen, den Verein Ananse regelmäßig mit Spendengeldern zu unterstützen. So war es auch beim 125-jährigen Schuljubiläum im Mai. Die Planungs- und Vorbereitungsgruppe hatte ein großes Schulfest zum Thema „Damals und heute“ organisiert. Bei gutem Wetter fanden auf dem Schulgelände und im Schulgarten mehrere Mit-Mach-Aktionen statt, es gab eine große Tombola, eine Zauberin, Stelzenläufer, Lösch-Aktionen der freiwilligen Feuerwehr und verschiedenste Spielangebote. Der Vorstand von Ananse beteiligte sich mit einem Stand, an dem Kinder Armbänder und Ketten aus Perlen anfertigen konnten. Die Perlen sind überwiegend aus Glas und Ton und werden im Projektland Ghana hergestellt. Der Stand wurde gut von den Kindern angenommen, und viele schöne Schmuckstücke sorgten für zufriedene und leuchtende Kinderaugen. Auch für das leibliche Wohl wurde mit einem leckeren internationalen Buffet gesorgt. Das Schulfest war dank des schönen Wetters, des guten Besuches und der vielen Helfer*innen ein voller Erfolg. Die Schule konnte dem Verein Ananse e.V. eine Spende von 2.500,00 € überweisen.
(Berthold Harz)