Aktuelles aus dem Hand in Hand Wohndorf

In unserem langjährigen Partnerprojekt Hand in Hand geht das Leben weiter – mit seinen täglichen Herausforderungen und vielen freudigen Momenten.

Zum Jahresbeginn haben sich die Mitarbeitenden mit den Themen Ernährung und Fitness auseinandergesetzt. Gemeinsam mit der niederländischen Physiotherapeutin Inge Maters wurde ein Programm entwickelt, das den Bewohner*innen hilft, besser mit Über- oder Untergewicht umzugehen. Ziel ist es, durch gezielte Bewegungsangebote und Ernährungsberatung das körperliche Wohlbefinden zu stärken.

Kofi Asare beim Trommeln

Auch in Ghana ist Bürokratie ein Thema: Die Erneuerung der NGO-Lizenz und die erneute Registrierung als Stiftung haben Zeit und Energie gekostet, konnten aber erfolgreich abgeschlossen werden. Joe Emma, der seit vergangenem Jahr als Direktor von Hand in Hand fungiert, meistert diese Aufgaben mit viel Engagement. Unterstützt wird er von einer Support Group, bestehend aus langjährig erfahrenen Mitarbeitenden, die ihre Expertise in die tägliche Arbeit einbringen.

Eine erfreuliche Nachricht: Emma Boyan, bisher bekannt als engagierter Leiter des Outreach Programms, wurde zum „Assistant to the Hand in Hand Board“ ernannt. In dieser Position übernimmt er somit zusätzliche Verantwortung in der Gesamtstruktur des Projekts. Auch das erweiterte Outreach Team entwickelt sich weiter – so fand ein spezieller Trainingstag für die Mitarbeitenden der Daycare Centres in Hand in Hand statt.

Ines Potschka, Mitglied von Ananse, hat das Projekt Hand in Hand im Oktober besucht. Dabei kam es zur Übergabe eines neuen Tackers, der von Edward, dem Hilfsmitteltechniker des Projekts, zum Bepolstern der Rollstühle genutzt wird. Zur Freude der Kinder konnten bei dieser Gelegenheit auch die erwünschten Fußbälle übergeben werden.

Hand-in-Hand-Übergabe Tacker und Bälle Ines Potschka an Jo Emma Edward

Neben aller Weiterentwicklung gehört auch der Abschied in Hand in Hand zum Leben dazu: In diesem Jahr musste sich die Gemeinschaft wieder von einigen Bewohner*innen verabschieden, darunter Kofi Asare, der über 30 Jahre im Wohndorf gelebt hatte und im Juli dieses Jahres verstorben ist. Besonders sein musikalisches Talent und sein leidenschaftliches Trommelspiel werden uns allen in Erinnerung bleiben.

Wie überall machen sich auch in Ghana die gestiegenen Lebensmittelpreise bemerkbar. Zusätzlich wirken sich starke Schwankungen im Wechselkurs auf die Spenden für das Projekt aus Europa aus. Das stellt das Team von Hand in Hand vor finanzielle Herausforderungen. Nach wie vor ist das Wohndorf auf Spenden angewiesen. Die regelmäßigen Beiträge vieler Ananse-Mitglieder – ob als Spende oder Patenschaft – ermöglichen es dem Team vor Ort, diese wichtige Arbeit fortzusetzen. Dafür sagen wir herzlich Danke!(Kirsten Schilling)